GEDENKSTÄTTE

PLATTENHAUS POPPENBÜTTEL

Eingang in die Gedenkstätte Poppenbüttel

Die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

ist eine Gedenkstätte der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen. Sie erinnert an die Zerstörung des jüdischen Lebens in Hamburg und die Verfolgung von Frauen im Nationalsozialismus. In der Ausstellung werden das Frauenaußenlager des KZ Neuengamme in Sasel sowie weitere Außenlager des KZ Neuengamme in Hamburg und Wedel dokumentiert. 

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Buchpublikation: "Die Elektrikerin" von Franci Rabinek Epstein

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Tag des offenen Denkmals in den Hamburger Gedenkstätten

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Termine

  • Freitag, 27. Januar 2023 11:00–13:00

Gedenkstätte Poppenbüttel, Kritenbarg 8, 22391 Hamburg Gedenkstein Feldblumenweg 1d/Petunienweg, 22395 Hamburg

Gedenken an das KZ Sasel

Am 27. Januar jährt sich zum 78. Mal die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Auf Initiative der Begegnungsstätte Poppenbüttel e.V. findet um 13 Uhr eine Gedenkveranstaltung zum KZ Sasel statt (Gedenkstein Ecke Feldblumenweg/Petunienweg). Vorher kann ab 11 Uhr die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel besichtigt werden. Die Ausstellung thematisiert die Hamburger Frauenaußenlager des KZ Neuengamme, darunter das KZ Sasel. Dort waren von September 1944 bis Mai 1945 500 Frauen inhaftiert. Sie waren vor allem Jüdinnen aus dem Ghetto Litzmannstadt, die über das KZ Auschwitz nach Hamburg deportiert wurden. Sie mussten u.a. schwere Arbeiten beim Bau einer Plattenhaussiedlung in Poppenbüttel leisten. Mitte April 1945 wurden die Häftlinge in das KZ Bergen-Belsen gebracht, wo viele von ihnen verstarben. Keine Anmeldung erforderlich.

Blick in die Ausstellung in der Gedenkstätte Poppenbüttel

Vom September 1944 bis Mai 1945

bestand in Hamburg-Sasel ein Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme. 500 Frauen, neben politisch Verfolgten und Sinti zumeist Jüdinnen aus dem Ghetto Lodz, die über das KZ Auschwitz nach Sasel kamen, wurden hier zu Aufräumungsarbeiten in der Hamburger Innenstadt und beim Bau einer Plattenhaussiedlung in Poppenbüttel eingesetzt. Die geschwächten und hungernden Frauen mussten Schwerstarbeit leisten. Mehrere Lagerinsassinnen starben an Misshandlungen, Entkräftung und Krankheiten. 

Die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

Die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

erinnert an die Zerstörung des jüdischen Lebens in Hamburg und die Verfolgung von Frauen im Nationalsozialismus. Das Frauenaußenlager des KZ Neuengamme in Sasel sowie weitere sieben Außenlager in Hamburg und Wedel werden dokumentiert. Im Mittelpunkt stehen einzelne Biografien.  Die Zeit nach Kriegsende und der Umgang mit den Orten der Verfolgung sind weitere Ausstellungsthemen. 

Die Gedenkstätte befindet sich in dem letzten Plattenhaus der ehemaligen Siedlung aus Behelfsheimwohnungen in Poppenbüttel. Zu deren Errichtung wurden die Frauen des Hamburger KZ-Außenlagers Sasel eingesetzt. In einem Teil des Hauses befindet sich die Ausstellung, in einem anderen Teil kann eine Behelfsheimwohnung des Jahres 1944 besichtigt werden. Seit 1989 erinnert auf dem Vorplatz der Gedenkstätte eine als Friedensbaum geschaffene Holzskulptur an das Schicksal der KZ-Gefangenen und die Schrecken des Zweiten Weltkrieges.

Adresse:
Kritenbarg 8
22391 Hamburg
​​​​​stiftung@gedenkstaetten.hamburg.de

Öffnungszeiten:
sonntags 10-17 Uhr und nach Vereinbarung für Führungen. 

Eintritt ist frei.

Telefonische oder online-Buchung von Gruppenführungen:
Museumsdienst Hamburg​​​​​​​,
Telefon: +49 40 4281310