GEDENKSTÄTTE

PLATTENHAUS POPPENBÜTTEL

Eingang in die Gedenkstätte Poppenbüttel

Die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

ist eine Gedenkstätte der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen. Sie erinnert an die Zerstörung des jüdischen Lebens in Hamburg und die Verfolgung von Frauen im Nationalsozialismus. In der Ausstellung werden das Frauenaußenlager des KZ Neuengamme in Sasel sowie weitere Außenlager des KZ Neuengamme in Hamburg und Wedel dokumentiert. 

Aktuelle Meldungen

Wir haben geschlossen!

Leider müssen wir wegen eines Inzidenzwertes von über 100 die Gedenkstätten wieder auf unbestimmt Zeit schließen.  Alle Ausstellungen der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte sind…

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Jahresbericht 2020

Neben inhaltlichen Artikeln wird die Arbeit der Stiftung mit Fokus auf die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, die Gedenkstätten Bullenhuser Damm, Fuhlsbüttel und Poppenbüttel sowie das Projekt Gedenkort und…

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Dita Kraus: Aber meine Erinnerungen lassen sich nicht abschütteln

Die 1929 in Prag geborene Edith (Dita) Kraus wurde von den Nationalsozialisten als Jüdin verfolgt. Dita überlebte die Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen sowie drei Außenlager…

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Neues Bildungsprojekt „Gedenkstätten digital erkunden“

Die Coronapandemie hat auch die Arbeit der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte massiv beeinträchtigt. Durch die zeitweiligen und aktuellen Schließungen der Ausstellungen kam es zu einem…

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Wir trauern um Prof. Dr. Ulrich Bauche (1928–2020)

Werdegang und Wirken von Ulrich Bauche waren stark durch die Verfolgungserfahrungen seiner Familie geprägt. Sein Großvater Max Mendel, von 1925 bis 1929 für die SPD Hamburger Senator, kam 1942 im…

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Termine

  • Mittwoch, 18. August 2021 18:00–20:00

„Wir besitzen nur das was wir auf dem Leibe haben“ - Lebensverhältnisse der jüdischen Überlebenden in Hamburg nach dem Krieg

Nach der Befreiung Hamburgs im Mai 1945 lebten noch etwa 700 bis 800 Juden in der Stadt. Bis Anfang 1946 waren weitere rund 800 Überlebende aus Theresienstadt und anderen Konzentrationslagern hinzugekommen. Die Überlebenden standen nach 12 Jahren der Verfolgung vor dem Nichts. Es fehlte an Wohnraum, ebenso wie an einer ausreichenden Versorgung mit Lebensmitteln und Kleidung.

Wie konnte das „Leben nach dem Überleben“ gelingen? Der Vortrag beleuchtet die Situation der Menschen u.a. anhand von Selbstzeugnissen aus dem Februar 1946.

Die Referentin Anke Hönnig ist Diplom-Archivarin und M.A. in politisch-historischen Studien. Ihre Masterarbeit schrieb sie zu den Lebens- und Wohnverhältnissen der Juden in Hamburg 1946. Sie ist im Staatsarchiv Hamburg tätig.

Die Veranstaltung wird online über Zoom stattfinden. 

Hinweise

  • Die Veranstaltung findet im digitalen Raum statt. Die Zugangsdaten für die Veranstaltung verschicken kurz wenige Tage vor der Veranstaltung an alle, die online teilnehmen möchten, per E-Mail. Wir bitten deshalb um Anmeldung bis zum 18. August 2021, 10h.
  • Für die Teilnahme an der online Veranstaltung wird ein Computer, Tablet oder Smartphone mit Internetanschluss und Lautsprecher benötigt. Fragen können über die Chat-Funktion eingebracht werden und sind herzlich willkommen.
  • Bitte keine Screenshots und/oder Mitschnitte von der Veranstaltung anfertigen.
  • Für die Verwendung der Software Zoom übernehmen die Veranstalter*innen keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien von Zoom können hier eingesehen werden: https://zoom.us/docs/de-de/privacy-and-security.html.
  • Die Veranstalter*innen behalten sich vor, Personen mit rassistischen oder anderweitig menschenverachtenden oder diskriminierenden Äußerungen von der Veranstaltung auszuschließen.

Blick in die Ausstellung in der Gedenkstätte Poppenbüttel

Vom September 1944 bis Mai 1945

bestand in Hamburg-Sasel ein Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme. 500 Frauen, neben politisch Verfolgten und Sinti zumeist Jüdinnen aus dem Ghetto Lodz, die über das KZ Auschwitz nach Sasel kamen, wurden hier zu Aufräumungsarbeiten in der Hamburger Innenstadt und beim Bau einer Plattenhaussiedlung in Poppenbüttel eingesetzt. Die geschwächten und hungernden Frauen mussten Schwerstarbeit leisten. Mehrere Lagerinsassinnen starben an Misshandlungen, Entkräftung und Krankheiten. 

Die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

Die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

erinnert an die Zerstörung des jüdischen Lebens in Hamburg und die Verfolgung von Frauen im Nationalsozialismus. Das Frauenaußenlager des KZ Neuengamme in Sasel sowie weitere sieben Außenlager in Hamburg und Wedel werden dokumentiert. Im Mittelpunkt stehen einzelne Biografien.  Die Zeit nach Kriegsende und der Umgang mit den Orten der Verfolgung sind weitere Ausstellungsthemen. 

Die Gedenkstätte befindet sich in dem letzten Plattenhaus der ehemaligen Siedlung aus Behelfsheimwohnungen in Poppenbüttel. Zu deren Errichtung wurden die Frauen des Hamburger KZ-Außenlagers Sasel eingesetzt. In einem Teil des Hauses befindet sich die Ausstellung, in einem anderen Teil kann eine Behelfsheimwohnung des Jahres 1944 besichtigt werden. Seit 1989 erinnert auf dem Vorplatz der Gedenkstätte eine als Friedensbaum geschaffene Holzskulptur an das Schicksal der KZ-Gefangenen und die Schrecken des Zweiten Weltkrieges.

Adresse:
Kritenbarg 8
22391 Hamburg

Öffnungszeiten:
Bitte beachten Sie: Die Ausstellung ist momentan geschlossen.
sonntags 10-17 Uhr und nach Vereinbarung für Führungen. 

Eintritt ist frei.

Buchung von Gruppenführungen: Museumsdienst Hamburg,
Telefon: +49 40 4281310