GEDENKSTÄTTE

PLATTENHAUS POPPENBÜTTEL

Eingang in die Gedenkstätte Poppenbüttel

Die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

ist eine Gedenkstätte der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen. Sie erinnert an die Zerstörung des jüdischen Lebens in Hamburg und die Verfolgung von Frauen im Nationalsozialismus. In der Ausstellung werden das Frauenaußenlager des KZ Neuengamme in Sasel sowie weitere Außenlager des KZ Neuengamme in Hamburg und Wedel dokumentiert. 

Aktuelle Meldungen

Neue Publikation: NS-Verfolgte nach der Befreiung

Nach ihrer Befreiung 1944/45 erfuhren NS‐Verfolgte ihre Rückkehr in ein "normales" Leben als einen langwierigen Prozess: Die Wege durch das zerstörte Europa waren von großen Hoffnungen geprägt,…

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Tag des offenen Denkmals in den Hamburger Gedenkstätten

Der Tag des offenen Denkmals wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bundesweit koordiniert. Er findet immer am zweiten Sonntag im September statt. Mehr als 7.500 Denkmale sind geöffnet…

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Dr. Oliver von Wrochem neuer Vorstand der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte

Oliver von Wrochem, geboren 1968, hat langjährige Erfahrung in universitärer und außeruniversitärer Forschungs- und Vermittlungsarbeit unter anderem an der Universität Hamburg, dem Hamburger Institut…

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Liselotte Ivry verstorben

Liselotte Ivry, geborene Epstein, kam 1925 in Líšťany im heutigen Tschechien zur Welt. Sie wuchs mit ihrem Bruder in einem liebevollen Haushalt auf. Ihr Vater verstarb bereits sehr früh, weshalb ihre…

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Detlef Garbe in den Ruhestand verabschiedet

Detlef Garbe, geboren 1956 in Göttingen, studierte Geschichte, Religion und Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg. Er gehörte 1982 zu den Gründern der Projektgruppe für die vergessenen…

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Termine

  • Mittwoch, 26. Oktober 2022 18:00–20:00

Forum Alstertal, Kritenbarg 18, 22391 Hamburg, in unmittelbarer Nähe zur Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

Dokumentarfilm „Lagerhaus G“

Dokumentarfilm von Markus Fiedler, D 2022, 96 min. Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit dem Filmemacher. Moderation: Dr. Christiane Heß (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte). Zwischen der Hamburger HafenCity und der Veddel liegt der Kleine Grasbrook. Hier treffen altes Hafengebiet und große Pläne von Stadt und Investor*innen aufeinander. Mittendrin: das Lagerhaus G am Dessauer Ufer. Der Speicher wurde 1903 erbaut, hier lagerte einst Reemtsma Tabak. Während des Zweiten Weltkriegs waren dort italienische Militärinternierte untergebracht, auch befand sich im Speicher ein Außenlager des KZ Neuengamme. Die inhaftierten Frauen und Männer mussten schwere Zwangsarbeit im Hafen leisten.

Der Filmemacher Markus Fiedler begibt sich auf Spurensuche nach Geschichte und Gegenwart des Speichers. Zeitzeug*innen und Historiker*innen werfen einen Blick auf die im Hafen unsichtbare Geschichte der Zwangsarbeit. Der Publizist und Mäzen Jan Philipp Reemtsma und die Mitglieder der „Initiative Dessauer Ufer“ reflektieren die Frage, ob – und wenn ja, wie – in einem solchen Planungsgebiet würdiges Gedenken möglich ist. Dabei werden die weitreichenden stadtpolitischen und gesellschaftlichen Dimensionen deutlich. Weitere Informationen zum Film: https://dokfilmwoche.com/de/project/lagerhaus-g/

Die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel (Kritenbarg 8) kann vor der Filmvorführung von 17 bis 18 Uhr besichtigt werden. Die Ausstellung widmet sich den Frauenaußenlagern des KZ Neuengamme im Hamburger Raum und stellt Biografien der im Lagerhaus G inhaftierten Frauen vor. 

Blick in die Ausstellung in der Gedenkstätte Poppenbüttel

Vom September 1944 bis Mai 1945

bestand in Hamburg-Sasel ein Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme. 500 Frauen, neben politisch Verfolgten und Sinti zumeist Jüdinnen aus dem Ghetto Lodz, die über das KZ Auschwitz nach Sasel kamen, wurden hier zu Aufräumungsarbeiten in der Hamburger Innenstadt und beim Bau einer Plattenhaussiedlung in Poppenbüttel eingesetzt. Die geschwächten und hungernden Frauen mussten Schwerstarbeit leisten. Mehrere Lagerinsassinnen starben an Misshandlungen, Entkräftung und Krankheiten. 

Die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

Die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

erinnert an die Zerstörung des jüdischen Lebens in Hamburg und die Verfolgung von Frauen im Nationalsozialismus. Das Frauenaußenlager des KZ Neuengamme in Sasel sowie weitere sieben Außenlager in Hamburg und Wedel werden dokumentiert. Im Mittelpunkt stehen einzelne Biografien.  Die Zeit nach Kriegsende und der Umgang mit den Orten der Verfolgung sind weitere Ausstellungsthemen. 

Die Gedenkstätte befindet sich in dem letzten Plattenhaus der ehemaligen Siedlung aus Behelfsheimwohnungen in Poppenbüttel. Zu deren Errichtung wurden die Frauen des Hamburger KZ-Außenlagers Sasel eingesetzt. In einem Teil des Hauses befindet sich die Ausstellung, in einem anderen Teil kann eine Behelfsheimwohnung des Jahres 1944 besichtigt werden. Seit 1989 erinnert auf dem Vorplatz der Gedenkstätte eine als Friedensbaum geschaffene Holzskulptur an das Schicksal der KZ-Gefangenen und die Schrecken des Zweiten Weltkrieges.

Adresse:
Kritenbarg 8
22391 Hamburg

Öffnungszeiten:
sonntags 10-17 Uhr und nach Vereinbarung für Führungen. 

Eintritt ist frei.

Telefonische oder online-Buchung von Gruppenführungen:
Museumsdienst Hamburg​​​​​​​,
Telefon: +49 40 4281310