GEDENKSTÄTTE

PLATTENHAUS POPPENBÜTTEL

Eingang in die Gedenkstätte Poppenbüttel

Die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

ist eine Gedenkstätte der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen. Sie erinnert an die Zerstörung des jüdischen Lebens in Hamburg und die Verfolgung von Frauen im Nationalsozialismus. In der Ausstellung werden das Frauenaußenlager des KZ Neuengamme in Sasel sowie weitere Außenlager des KZ Neuengamme in Hamburg und Wedel dokumentiert. 

Aktuelle Meldungen

Liselotte Ivry verstorben

Liselotte Ivry, geborene Epstein, kam 1925 in Líšťany im heutigen Tschechien zur Welt. Sie wuchs mit ihrem Bruder in einem liebevollen Haushalt auf. Ihr Vater verstarb bereits sehr früh, weshalb ihre…

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Detlef Garbe in den Ruhestand verabschiedet

Detlef Garbe, geboren 1956 in Göttingen, studierte Geschichte, Religion und Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg. Er gehörte 1982 zu den Gründern der Projektgruppe für die vergessenen…

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Margot Heumann gestorben

Margot wurde am 17. Februar 1928 in Hellenthal, Deutschland als Kind einer jüdischen Familie geboren. Im Jahr 1942 wurde die Familie in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie zwei Jahre…

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Jahresbericht 2021

Neben Berichten aus den  verschiedenen Abteilungen der Stiftung enhält der Jahresbericht auch folgende thematische Artikel: Detlef Garbe: „Geschichte dingfest, fälschungssicher machen“ – 40…

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Was machen wir als Gedenkstätte angesichts der Kriegssituation in Europa?

Gedenkstätten, die an die NS-Verbrechen erinnern, haben sich in den letzten Jahrzehnten darum bemüht, Wissen über die Verfolgung und Ermordung zu vermitteln. Der Auftrag gilt auch der…

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Termine

  • Mittwoch, 31. August 2022 18:00–19:00

„Die Geschichte von Francine R.“ Eine Graphic Novel über Widerstand und Deportation aus Frankreich

Francine R. war während der deutschen Besatzung Frankreichs Mitglied der Résistance und wurde 1944 zusammen mit ihrer Schwester nach Deutschland deportiert. In langen Gesprächen mit der Überlebenden der KZ Ravensbrück und Neuengamme hat ihr Verwandter Boris Golzio die Lebensgeschichte dieser beindruckenden Frau kennengelernt. Auf einfühlsame Weise begleiten seine Illustrationen ihren persönlichen Bericht über ihre Verhaftung, Deportation, Zwangsarbeit und Befreiung. Boris Golzio berichtet von seiner künstlerischen Herangehensweise und dem Entstehungsprozess seiner 2021 auf Deutsch erschienenen Graphic Novel. Der Abend findet auf Französisch mit deutscher Übersetzung statt.

Flyer

  • Samstag, 10. September 2022 14:00–15:30

Rundgang und Gespräch zum Behelfswohnheim des Jahres 1944

Die Gedenkstätte Poppenbüttel befindet sich im letzten Plattenhaus der ehemaligen Siedlung aus Behelfsheimwohnungen in Poppenbüttel. Sie erinnert an die Zerstörung des jüdischen Lebens in Hamburg, an die Verfolgung von Frauen im Nationalsozialismus und an die Frauenaußenlager des KZ Neuengamme in Hamburg. Bei dem Rundgang geht es jedoch vor allem um einem anderen Teil des Gebäudes, in dem heute noch die Ausstattung einer Behelfsheimwohnung des Jahres 1944 besichtigt werden kann. Guide: Lennart Onken

Blick in die Ausstellung in der Gedenkstätte Poppenbüttel

Vom September 1944 bis Mai 1945

bestand in Hamburg-Sasel ein Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme. 500 Frauen, neben politisch Verfolgten und Sinti zumeist Jüdinnen aus dem Ghetto Lodz, die über das KZ Auschwitz nach Sasel kamen, wurden hier zu Aufräumungsarbeiten in der Hamburger Innenstadt und beim Bau einer Plattenhaussiedlung in Poppenbüttel eingesetzt. Die geschwächten und hungernden Frauen mussten Schwerstarbeit leisten. Mehrere Lagerinsassinnen starben an Misshandlungen, Entkräftung und Krankheiten. 

Die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

Die Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

erinnert an die Zerstörung des jüdischen Lebens in Hamburg und die Verfolgung von Frauen im Nationalsozialismus. Das Frauenaußenlager des KZ Neuengamme in Sasel sowie weitere sieben Außenlager in Hamburg und Wedel werden dokumentiert. Im Mittelpunkt stehen einzelne Biografien.  Die Zeit nach Kriegsende und der Umgang mit den Orten der Verfolgung sind weitere Ausstellungsthemen. 

Die Gedenkstätte befindet sich in dem letzten Plattenhaus der ehemaligen Siedlung aus Behelfsheimwohnungen in Poppenbüttel. Zu deren Errichtung wurden die Frauen des Hamburger KZ-Außenlagers Sasel eingesetzt. In einem Teil des Hauses befindet sich die Ausstellung, in einem anderen Teil kann eine Behelfsheimwohnung des Jahres 1944 besichtigt werden. Seit 1989 erinnert auf dem Vorplatz der Gedenkstätte eine als Friedensbaum geschaffene Holzskulptur an das Schicksal der KZ-Gefangenen und die Schrecken des Zweiten Weltkrieges.

Adresse:
Kritenbarg 8
22391 Hamburg

Öffnungszeiten:
sonntags 10-17 Uhr und nach Vereinbarung für Führungen. 

Eintritt ist frei.

Telefonische oder online-Buchung von Gruppenführungen:
Museumsdienst Hamburg​​​​​​​,
Telefon: +49 40 4281310