- Friday, 23 October 2026
- 11:00–13:00
- Gespräch
Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT)
Erinnern im Plural – fluctoplasma Vernetzungstreffen
Erinnerungskultur ist in aller Munde. Aber was heißt das eigentlich? Wer spricht hier aus welcher Perspektive worüber, und wer kommt dabei nicht zu Wort? Wer greift sie aus welchen Motiven und Beweggründen an - und wie bilden wir Allianzen dagegen? Erinnerungsorte entstehen nicht von allein. Gibt es sie nur, weil Initiativen, Angehörige und Nachbarschaften jahrelang dafür kämpfen? Oder wer war noch beteiligt und warum? Und was passiert, wenn Politik und Gesellschaft sich verändern und Erinnerungsorte und -geschichten gegeneinander ausspielen?
fluctoplasma lädt gemeinsam mit der Coalition for Pluralistic Public Discourse, Dagesh – Jüdische Kunst im Kontext, der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) und der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte dazu ein, über Erinnerung, Kunst und Politik nachzudenken und ins Handeln zu kommen. Zum Einstieg gibt es zwei Inputs. Kim Todzi (Universität Hamburg) spricht über Geschichtspolitik und Erinnerungskultur in Zeiten „postkolonialer Angst“, zwischen Aufarbeitung, Anerkennung, Abwehr und Vereinnahmung. Und Susann Lewerenz (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) denkt über analytische und künstlerische Annäherungen an „Leerstellen“ in der Erinnerung nach und wie es diese ermöglichen können, Brücken zu schlagen in der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Gewaltgeschichten.
Nach einem Q&A mit den beiden Speaker*innen, lädt die Moderatorin und Erinnerungsarbeiterin Zeran Osman dazu ein, gemeinsame Konzepte für neue Erinnerungsorte für Hamburg zu entwickeln. Das Gedankenspiel ist eine Einladung, sich kennenzulernen, einander zuzuhören und vielleicht sogar neue Allianzen zu schmieden!
Das Treffen ist kein reines Podium, sondern ein Arbeitsraum. Bringt eure Fragen, Projekte und Mitstreiter*innen mit!
Anmeldung HIER
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